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Ängste besser verstehen

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Jeder von uns kennt sie und hat sie schon mindestens einmal in seinem Leben verspürt: Die ANGST. Für unser Leben übernimmt sie grundlegend eine wichtige und sinnvolle Funktion: Unser Leben zu erhalten.

Daher ist es wichtig auftretende Ängste zu hinterfragen und zu beobachten, bevor Du sie pauschal loswerden möchtest. Hättest Du in bestimmten Situationen wie einem starken Sturm oder vor einem tiefen Abgrund keine Angst, wäre Dein Leben womöglich gefährdet.

Hierbei gilt es zu unterscheiden, ob sie für unser Überleben von Bedeutung sind oder ob sie in einem ungesunden Maße auftauchen und uns am „normalen“ sozialen Leben hindern.

 

Was ist Angst?

Angst ist eine Reaktion auf eine mögliche Bedrohung oder Gefahr. In solchen Fällen alarmiert und mobilisiert sie uns, um dieser Situation zu entkommen. Körper und Geist schalten auf „Kampf-oder-Flucht-Modus“ und übernehmen somit eine wichtige Schutzfunktion.

Waren es noch vor vielen Jahrhunderten die gefährlichen Raubtiere, die unser menschliches Überleben bedrohten, so sind es heute in unserem modernen Leben oftmals alltägliche Situationen, die uns gefährlich erscheinen. Dazu gehört das Sprechen vor Menschen, finanzielle Sorgen oder die Angst nicht gut genug zu sein. Zukunftsängste und der Besuch beim Arzt können genauso eine große Rolle spielen wie die Angst vor Nähe.

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So entsteht Angst im Gehirn

Für die Angst ist die Amygdala verantwortlich, ein Bestandteil im Gehirn des limbischen Systems. Da die Amygdala vor allem die Emotion „Angst“ steuert, kannst Du sie auch als das Angstzentrum unseres Gehirns betiteln.

Die Amygdala übernimmt die emotionale Bewertung einer Situation in Sekundenbruchteilen und setzt automatische Prozesse in Gang. So verarbeitet sie äußere Reize und kategorisiert eine Situation als bedrohlich oder harmlos und löst entsprechende Reaktionen in unserem Körper aus.

Erst im zweiten Schritt kommt der bewusste Teil unseres Gehirns ins Spiel. Wir können die Situation beobachten, bewerten und überlegen, ob es sich womöglich um einen Fehlalarm dreht. Sollte dies der Fall sein setzt die Entspannung wieder ein und der Körper fährt auf ein normales Level herunter.

Außerdem speichert die Amygdala die mit Emotionen verknüpften Ereignisse im Gehirn ab. War eine Situation mal im Laufe Deines Lebens mit einer Gefahr verbunden, kann eine ähnliche Situationen daher zu einer Panikreaktion führen.

Beispiel:

Wenn ein großer Hund Dich anknurrte, nach Dir schnappte und Dich vielleicht sogar mal gebissen hat, dann wirst Du vermutlich in Zukunft Angst haben, wenn Du einem Hund näherkommst. Dein Gehirn hat Hunde als gefährlich abgespeichert und versucht, Dich vor einer weiteren unschönen Begegnung zu schützen.

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Die ersten Anzeichen & Symptome bei Angst

Grundsätzlich erlebt jeder Mensch eine Angst- und Panikattacke ganz individuell und in unterschiedlicher Intensität. Im Laufe der Jahre durch die tägliche Begleitung von Menschen mit Ängsten, haben wir festgestellt, dass sich einige Anzeichen kreuzen und immer wieder auftreten können:

  • Herzrasen
  • Atembeschwerden
  • Muskuläre Anspannung
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Weiche Knie
  • Schwindel
  • Innere Unruhe

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Die häufigsten Ängste im Überblick

Heutzutage werden Ängste durch viele Situationen und Ereignisse ausgelöst, die nicht lebensbedrohlich für uns Menschen sind. Laut einer Studie werden knapp 70% der angstauflösenden Situationen durch Selbstzweifel und mögliche soziale Ablehnung hervorgerufen. Hier eine Auflistung der Top 10 Ängste:

  • Angst zu versagen
  • Angst vor Krankheit
  • Angst vor zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Angst vor Menschen zu sprechen
  • Angst nicht gut genug zu sein
  • Angst vor Nähe
  • Angst vor Konflikten
  • Angst vor der Zukunft
  • Angst vor Einsamkeit
  • Angst vor Höhen

Erkennst Du womöglich eine oder mehrere Deiner Ängste wieder? Falls ja, lass Dir an dieser Stelle gesagt sein: Du bist mit Deiner Angst nicht alleine! Ängste sind weit verbreitet. Etwa jeder Dritte erlebt mindestens einmal in seinem Leben eine Angst- und Panikattacke.

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Ab wann wird Angst krankhaft?

Eines ist für „gesunde“ Angst typisch – sie geht vorüber. Meist kann sie vom Betroffenen alleine bewältigt werden und er kann schnell wieder zur Normalität zurückkehren.

Einige andere Menschen sind jedoch so stark von Ängsten betroffen, dass ihr Leben dadurch stark eingeschränkt wird. Die Ängste bestimmen dauerhaft den Alltag, die Lebensqualität der Betroffenen wird vermindert und sie haben oft das Gefühl, die Kontrolle über sich und ihr Leben zu verlieren. Hier kann eine ernsthafte Angststörung vorliegen.

Die Betroffenen reagieren mit starker Angst und Panik, obwohl objektiv betrachtet keine Gefahr und Bedrohung vorliegt. Die angstauslösenden Situationen werden immerzu vermieden, so dass weder die Ursache gefunden noch aufgelöst werden kann. Ein Teufelskreis, der sich mit der Zeit immer weiter zuspitzt und mittel- bis langfristig zu weiteren psychischen Beschwerden und Erkrankungen führen kann.

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Wie Du Ängste überwinden kannst

Viele Menschen leiden unter leichten bis mittelmäßig ausgeprägten Ängsten, die zum Teil mit einfachen Selbsthilfemaßnahmen angegangen werden können. Diese möchten wir Dir einen ersten groben Überblick vorstellen:

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1. Die Angst annehmen

Der wichtigste erste Schritt, um Deine Angst zu überwinden, ist sie anzunehmen und nicht weiter gegen sie anzukämpfen. Beim Annehmen geht es um das Zulassen der entsprechenden Gefühle und die Akzeptanz derer.

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2. Vermeidung loslassen

Auch wenn es die einfachste Lösung erscheint und im ersten Augenblick Erleichterung mit sich bringt, solltest Du die angstauslösenden Situationen nicht länger vermeiden. Denn dadurch schaffst Du dem Ganzen kein Ende, sondern sorgst dafür, dass sie immer wieder an Deine Tür klopfen.

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3. Hypnosetherapie

Hypnose ist ein wertvolles Tool, um Veränderungen im Unterbewusstsein zu schaffen. Gedanken, Gefühle, Erlebnisse und Erinnerungen, die mit Deiner Angst verbunden sind, werden im Unterbewusstsein abgespeichert. Wenn diese Speicherung nicht aufgelöst wird, trägst Du weiter dieses Päckchen mit Dir herum. Das muss nicht sein!

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4. Entspannungsverfahren

Regelmäßig trainiert und ausgeführt wirken Entspannungsverfahren Wunder. Da zwei Zustände nicht gleichzeitig existieren können, schickst Du durch die Übung Deinem Gehirn ein Signal, welches umgehend dafür sorgt, dass alle körperlichen Symptome auf Entspannung umgestellt werden.

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5. Effektives Stressmanagement

Ängste und Stress sind eng miteinander verwoben. Viele Ängste werden durch Stress ausgelöst. Hierbei gilt zu beachten, dass dieser Stress durch äußere Umstände, aber vor allem auch durch innere Überzeugungen und Einstellungen erzeugt werden kann. Um diese nachhaltig verändern zu können, ist ein ganzheitliches Stressmanagement unumgänglich.

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Erhalte in unseren Blogartikel "Ängste überwinden - 6 nachhaltige und effektive Strategien" einen tieferen Einblick in das Thema.

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